Datum: Juni 2019 | Autor(en): Dorette Lochner, FLAG Consulting & Training

Mentoring – eine Wiederentdeckung der PE

Wenn Du mit Personalentwicklung zu tun hast, fragst Du Dich sicherlich immer wieder nach den richtigen Angeboten und Formen des Lernens.

Mitarbeiterentwicklung und Lernen kann ja in vielen verschiedenen Settings stattfinden, von formalisierten Kursen mit einem professionellen „Lehrer“ bis hin zum beiläufigen inzidentellen Lernen in beruflichen Alltagssituationen.

Bei organisierten Lernangeboten (z.B. Seminare) liegt die Herausforderung für den Lernenden darin, seine Erkenntnisse aus dem Klassenraum tatsächlich in der Praxis umzusetzen. Beim inzidentellen Lernen ist die Herausforderung eine andere, der Lernende ist als Autodidakt unterwegs und muss selbst die richtigen Schlüsse aus seinen Erfahrungen ziehen. Das kann gelingen, es muss aber nicht. Man kann sich als Autodidakt auch die falschen Dinge angewöhnen.

Eine weitere Dimension des betrieblichen Lernens ist der inhaltliche Fokus. Er kann stärker auf fachlichen oder sozialen Kompetenzen liegen. In Schulungen sind diese beiden Felder oft getrennt, in der Praxis gehen sie jedoch ineinander über.

In unserer Abbildung haben wir in Rot vier typische potentielle Lernsituationen für Mitarbeiter benannt. Doch wo liegt die Verbindung, wie kann aus diesen potentiellen Lernsituationen tatsächlich ein nachhaltiger Gewinn für die komplexe Praxis im Alltag entstehen?

Wir machen die Erfahrung, dass Mentoring an dieser Stelle ein geniales verbindendes Element ist. Der Mentor ist eine anerkannte Führungspersönlichkeit, als erfahrener Sparringspartner unterstützt er den Lernenden darin, Lernsituationen zu reflektieren und das passende „Feintuning“ für die Praxis vorzunehmen.

Mentoring erwacht aus dem „Dornröschenschlaf“. Immer mehr Organisationen entdecken Mentoring neu als Hebel für ihre Personalentwicklung.

Auch wir sind erneut begeistert von Mentoring, ein geniales Format in der Personalentwicklung:

  1. Mentoring hilft Mitarbeitern dabei, ihre Erkenntnisse aus Seminaren tatsächlich umzusetzen. Es hilft also, die typische Transferlücke zwischen Klassenraum und Arbeitsplatz zu schließen.
  2. Mentoring unterstützt dabei, neue Praxissituationen zu reflektieren und aus ihnen das Richtige zu lernen - und nicht das Falsche!
  3. Mentoring stiftet zum hierarchieübergreifenden Dialog an. Mentoren erfahren wo bei jüngeren Kollegen der Schuh drückt. Junge Kollegen reflektieren am Modell ihres Mentors. Somit findet Lernen auf leichte Weise und gegenseitig statt.

Unser Fazit: Mentoring ist ein toller Hebel für den Erfolg von PE und OE-Maßnahmen. Und es funktioniert mit kleinem Budget. Wichtig ist dabei, dem Mentoring-Projekt einen klaren Rahmen zu geben und die Mentoren für ihre Aufgabe zu sensibilisieren.

Wir vom FLAG-Team unterstützen aktuell zwei ganz verschiedene Organisationen in der Qualifizierung ihrer internen Mentoren.

Wenn Du mehr erfahren möchtest freuen wir uns über Dein Interesse.